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Podcast: Fremdverliebt – darf man das fühlen?

Fremdverliebt

Inhalt

Plötzlich ist es da – dieses Kribbeln, das wir eigentlich nur vom Anfang einer Beziehung kennen. Doch diesmal gilt es nicht dem eigenen Partner, sondern jemand anderem – du hast dich fremdverliebt. Ist das ein kurzer Moment der Schwäche? Ein Alarmzeichen? Oder einfach nur menschlich?

Vor diesem Hintergrund unterhalten wir, Hanser als Mediator und Experte für Positive Psychologie, und ich, Maren,  uns diesmal über das Fremdverliebtsein – und was man daraus lernen kann.

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Schau dir auch die weiteren Impulse zum Thema Fremdverliebt von mir, Maren, als Paartherapeutin weiter unten an.

Shownotes

Links

 

Hanser Bertelmann Maren Sörensen Podcast Liebe, Leben - Glück

 

Wir sind die Autoren des Podcasts „Liebe, Leben – Glück“

„Hanser“ Bertelmann

Ehemann, dreifacher Vater und Opa. Beruflich bin ich als Coach und Organisationsentwickler unterwegs. Mich inspirieren u.a. die Forschungsergebnisse der Positiven Psychologie und der Glücksforschung.

Maren Sörensen

Familienmensch, Paarberaterin und Coach. Als Dozentin bilde ich Menschen zu Systemischen Berater/-innen aus. Ich bewege (mich) gerne: gedanklich, räumlich und körperlich.

 

Eine Zusammenfassung und weitere Impulse von Maren:

Wenn das Begehren fehlt in der Beziehung (und das Gras woanders grüner aussieht)

Warum wir uns plötzlich fremdverlieben – obwohl wir in einer Beziehung sind

Es passiert häufiger, als viele zugeben möchten: Man ist in einer festen Beziehung – vielleicht sogar einer glücklichen – und plötzlich fühlt man sich zu einer anderen Person hingezogen. Was bedeutet das? Ist es das Ende der Liebe? Oder einfach nur Ausdruck eines unerfüllten Bedürfnisses?

Sich fremdzuverlieben hat viele Gründe – biologische, emotionale und situative. Und es ist meist kein Zeichen dafür, dass mit der bestehenden Beziehung grundsätzlich etwas falsch läuft, sondern eher, dass bestimmte Aspekte – besonders das Begehren – in den Hintergrund geraten sind.

Die Biologie des Begehrens – und was sie mit Beziehung zu tun hat

Unser Gehirn reagiert auf Reize. Neues weckt unsere Aufmerksamkeit, bringt uns in einen Zustand der Erregung – emotional wie körperlich. Wenn wir jemand Neues treffen, der uns interessiert, reagiert das Belohnungssystem sofort: Dopamin, das Glückshormon, wird ausgeschüttet. Wir fühlen uns lebendig, gesehen, attraktiv – Eigenschaften, die im Alltag einer langjährigen Beziehung oft verblassen.

Hinzu kommen Faktoren wie:

  • viele Kontaktmöglichkeiten (beruflich, digital, sozial),

  • emotionale Unzufriedenheit in der Beziehung,

  • oder schlicht: der Wunsch, wieder begehrt zu werden.

Je näher wir jemandem im Alltag begegnen – und je mehr in unserer Beziehung gerade nicht erfüllt wird – desto wahrscheinlicher ist es, dass wir für diese neuen Reize empfänglich sind.

Liebe braucht Nähe – Begehren braucht Distanz

Ein zentraler Konflikt in langfristigen Beziehungen ist das Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Abenteuer, zwischen Nähe und Freiheit. Esther Perel beschreibt das sehr treffend: Liebe bedeutet oft Verschmelzung, Fürsorge, Geborgenheit – alles Bedürfnisse, die uns Halt geben. Doch genau diese Nähe kann das Verlangen ersticken.

Begehren lebt von:

  • Distanz und Spannung,

  • Ungewissheit,

  • Überraschung und Neuem.

Wenn wir unserem Partner oder unserer Partnerin sehr nahe sind, alles voneinander wissen, jede Routine teilen, kann genau das unser Begehren untergraben. Wir haben dann kein echtes Gegenüber mehr – nichts, das uns reizt oder neugierig macht.

Fremdverliebt

Warum der Seitensprung oft nicht das eigentliche Problem ist

Fremdgehen ist meist nicht die Ursache der Krise, sondern das Symptom. Vertrauen entsteht nicht durch Kontrolle – sondern durch Offenheit und gegenseitige Wahrhaftigkeit. Viele Menschen, die sich fremdverlieben oder fremdgehen, tun das nicht, weil ihnen ihre Partnerin egal ist, sondern weil ihnen etwas fehlt, was sie sich selbst nicht eingestehen konnten.

Eine Geliebter ruft oft Anteile in uns hervor, die in der langjährigen Beziehung keinen Raum mehr hatten:

  • Spontaneität

  • Hingabe

  • Unabhängigkeit

  • erotische Selbstbezogenheit

Frage dich ehrlich: Geht es dir um diese bestimmte Person – oder um das Gefühl, wieder gesehen und begehrt zu werden? Geht es um die Liebe – oder darum, dich selbst wieder zu spüren?

Was tun, wenn das Begehren fehlt?

Vier von fünf Menschen sagen, dass sie in ihrer Beziehung glücklich sind – auch wenn die sexuelle Leidenschaft mit der Zeit nachlässt. Sex ist nicht für alle der zentrale Aspekt einer Beziehung, aber Begehren ist mehr als nur körperliche Lust. Es ist die Frage: Fühle ich mich lebendig mit dir?

Ein paar Impulse aus meiner paartherapeutischen Praxis:

1. Bringt wieder Unbeständigkeit in eure Beziehung

Nicht jede Veränderung braucht eine neue Wohnung oder eine Trennung. Aber manchmal hilft es, den Alltag bewusst zu stören: neue gemeinsame Erfahrungen, Raum für Alleinzeit, Überraschungen. Mach dich wieder interessant – für dich selbst und für den anderen.

2. Mehr Authentizität, weniger Anpassung

Viele Menschen tun in Beziehungen das, was sie glauben, dass der andere sich wünscht. Doch das tötet das Begehren. Zeige dich wieder mehr in deiner Eigenständigkeit – auch auf die Gefahr hin, anzuecken. Verlangen braucht Reibung.

3. Erotik braucht Risiko

Sexuelle Erregung setzt ein Maß an Egoismus und Sorglosigkeit voraus. Zu viel Fürsorge, Verantwortung und Harmonie ersticken Lust. Wer ständig darauf achtet, wie es dem anderen geht, verliert den Zugang zur eigenen Lust.

Was tun, wenn du dich fremdverliebt hast?

Es gibt keine einfache Antwort. Aber diese Fragen können dir helfen, dich zu sortieren:

  • Was fehlt dir aktuell in deiner Beziehung? Wurde das offen angesprochen?

  • Bist du verliebt in die Person – oder in die Vorstellung, wieder begehrt zu werden?

  • Geht es dir um Freiheit – oder um Flucht?

  • Willst du die neue Person – oder das Gefühl, wieder gesehen zu werden?

  • Bist du bereit, Verantwortung zu übernehmen – für dich, für deine Beziehung, für deine Wünsche?

Fremdverliebt zu sein kann ein Signal sein – für einen Mangel, aber auch für einen Impuls, dich selbst besser kennenzulernen.

Fazit: Begehren ist nicht selbstverständlich – aber möglich

Begehren kommt nicht einfach so zurück. Es entsteht dort, wo wir Eigenständigkeit erleben, uns selbst wieder spüren und ein Stück weit nicht wissen, wer der andere ist. Genau das macht es spannend. Wer dauerhaft Nähe sucht, muss auch Distanz zulassen. Wer Lust will, muss Kontrolle abgeben. Wer Beziehung gestalten will, braucht Mut zur Unsicherheit – und die Bereitschaft, auch sich selbst neu zu entdecken.

Denn ja – manchmal sieht das Gras woanders grüner aus. Aber oft, weil wir verlernt haben, unser eigenes Stück Wiese zu pflegen.

Seid gut zu Euch!

Herzliche Grüße

Maren Sörensen

Diplom-Pädagogin und systemische Therapeutin (SG). Ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne, zwei Schwiegertöchter und vier Enkelkinder. 

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