„Du liebst mich wohl gar nicht!“ – hast Du diesen Vorwurf Deiner Partnerin auch schon mal gehört? Das geht vielen Männern so. Mit der richtigen Kenntnis kann Liebe zeigen so einfach sein! Mit den 5 Sprachen der Liebe sendest Du genau den Liebesbeweis, den Deine Partnerin versteht – lerne ihre Sprache kennen!

3 Voraussetzungen, Deine Liebe zeigen zu können:

  1. Du kennst die unterschiedlichen 5 Sprachen der Liebe.
  2. Du weißt, in welcher Sprache sich Deine Partnerin geliebt fühlt.
  3. Du zeigst Deiner Partnerin Deine Liebe auf ihre Weise.

Und so geht das:

5 Möglichkeiten, wie Du Deine Liebe zeigen kannst: 5 Sprachen der Liebe

In einer Beziehung können wir auf unterschiedliche Weise unsere Liebe zeigen. Das ist die Grundidee des Konzepts der “5 Sprachen der Liebe” von Gary Chapman, einem amerikanischen Paarberater. Die Sprachen sind:

  1. Lob und Anerkennung
  2. Zweisamkeit
  3. Geschenke
  4. Hilfsbereitschaft
  5. Zärtlichkeit

Was konkret mit „Liebe zeigen“ in den 5 Sprachen der Liebe gemeint ist:

  1. Lob und Anerkennung

    Durch Komplimente wird Zuneigung über Worte gezeigt. Beispiel: “Schön, dass Du daran gedacht hast, meine Schuhe von der Reparatur abzuholen.” Wenn Du Deiner Partnerin dasselbe vor der Nachbarin oder ihrer Freundin sagst, wird sie das sogar als doppelte Wertschätzung empfinden.
    Auch Ermutigung ist eine Form der Anerkennung: “Du schaffst das schon.”

  2. Zweisamkeit

    Wenn Deine Partnerin Zweisamkeit als seine der 5 Sprachen der Liebe spricht, wünscht sie sich gemeinsam verbrachte Zeit mit Dir: miteinander und nicht nebeneinander. Zusammen sein. Du bist bewusst und aufmerksam bei Deiner Partnerin. Eine solche sogenannte “Quality Time” enthält gemeinsame Gespräche: gemeinsam aktiv sein und Gedanken teilen. Das kann sein: Spaziergänge, ein Fahrradausflug, der Austausch über den zuvor gesehenen Kinofilm, zusammen das nächste Urlaubsziel aussuchen, gemeinsam ein Essen zubereiten.

    Wichtig ist es, auch die für Deine Partnerin passende Form der Aktivität zu berücksichtigen: auf körperlicher Ebene geht es um Bewegung und Sport, kulturell-intellektuell passen z.B. gemeinsam ein Hörbuch anzuhören oder ins Kino zu gehen. Die Ebene des Temperaments berücksichtigt, ob die Partnerin sich lieber anregen lassen mag (ein Konzert besuchen) oder gerne selbst aktiv wird (einen Ausflug  organisieren).

    Übrigens: Empfindet Deine Partnerin Zweisamkeit als Liebesbeweis, dann stört es sie, wenn Du beim Frühstück die Zeitung liest oder Dich mit Deinem Handy beschäftigt. 

  3. Geschenke

    Gemeint sind materielle Aufmerksamkeiten, kleine Überraschungen, Mitbringsel. Wichtig ist: Deine Partnerin fühlt sich im Wesentlichen nicht durch den Wert der Geschenke geliebt. Es geht ihr viel mehr darum, dass Du Dir darüber Gedanken gemacht hast, was ihr gefallen könnte. Bedeutsam ist für sie also, dass Du Zeit verbracht hast, in der Du aufmerksam an ihre Wünsche gedacht hast.

    Frage Dich, was Deine Partnerin besonders gerne mag, wenn Geschenke ihre Sprache der 5 Sprachen der Liebe sind: Gummibärchen oder Blumen? Eine Gewürzmischung aus dem Delikatessenladen oder eine Zeitschrift? Auch ein Geschenk von geringem materiellen Wert, wie drei ihrer Lieblingspralinen, kommt gut an, wenn Du eine Schleife darum bindest. Also: Liebe zeigen durch Geschenke muss nicht zwingend etwas mit Geld zu tun haben! Unter diesem Link geben wir Dir viele Tipps für Geschenke, die nicht mit Geld verbunden sind.

  4. Hilfsbereitschaft

    Liebe zeigen in Form von Hilfsbereitschaft bedeutet, dass Du Deiner Partnerin freiwillig Zeit schenkst. Und zwar so, Du nicht erst reagierst, wenn Deine Frau Dich schon aufgefordert hat ihr zu helfen oder darum gebeten hat.  Unterstützen kannst Du sie beispielsweise, indem Du aufräumst, den Garten machst, einkaufen gehst, ein Kochrezept für den Besuch der Freunde heraussuchst, die Steuererklärung machst, das Badezimmer putzt, bügelst, das Auto wäschst, die Geschirrspülmaschine ausräumst, das Frühstück zubereitest. Achte darauf, wofür Dir Deine Frau am dankbarsten ist. Dann sprichst Du genau ihre Sprache der 5 Sprachen der Liebe.

    Kleine Aufmerksamkeiten zählen ebenso als Hilfsbereitschaft: schon einmal die Wohnungstür zu öffnen, wenn Du bemerkst, dass Deine Partnerin nach Hause kommt, ihr den Wäschekorb zur Leine zu tragen etc. All das ist sehr achtsam.

  5. Zärtlichkeit

    Stelle Körperkontakt her: nimm Deine Partnerin z.B. in den Arm, streichle sie, gehe mit ihr Hand in Hand, gib ihr einen Kuss, berühre sie leicht an der Schulter oder im Nacken, massiere ihr den Rücken oder habe auch mal Kuschelsex mit ihr.
    Jede Frau empfindet andere Berührungen als angenehm und liebevoll. Versuche einmal, Deine Zärtlichkeiten zu variieren, um herauszufinden welche Form des Körperkontaktes Deiner Partnerin gefällt. Mag sie eher leichtes Streicheln? Oder lieber eine festere Umarmung, die ihr das Gefühl vermittelt, von Dir gehalten zu werden? Du kannst sie auch fragen oder genau hinspüren, wie sie auf unterschiedliche Zärtlichkeiten reagiert. 

Deine Partnerin ist anders als andere Frauen – und als Du selbst

Menschen unterscheiden sich darin, welche der 5 Sprachen der Liebe sie als Liebesbeweis werten. Damit Du Deiner Partnerin zeigen kannst, dass Du sie liebst, ist es notwendig zu wissen, was sie unter Liebe versteht. Das kann sich von Deiner Art Liebe zeigen zu wollen und sich geliebt zu fühlen, unterscheiden.

Gary Chapman weiß, warum es bei vielen Paaren Missverständnisse und Frust gibt: sie „lieben aneinander vorbei“, weil sie unterschiedliche Sprachen der Liebe sprechen.

Vielleicht kennst Du etwas wie die folgende Szene: Manche Männer sagen ihrer Partnerin nicht, wie gut sie gekocht hat. Du willst das ganz bewusst anders machen: Du lobst ihr Kartoffelgratin, den Gurkensalat und ihre selbstgemachte Quarkspeise selbst dann, wenn Du lieber Schokopudding gehabt hättest. Alles um ihr eine Freude zu machen. Aber es funktioniert nicht? Das ist Alltag in vielen Beziehungen: Partner reden in der Liebe aneinander vorbei. Vielleicht sorgst Du Dich sogar manchmal und denkst Meine Frau will mich verlassen?

So findest Du heraus, ob Deine Partnerin sich von Dir geliebt fühlt

Ein deutliches Indiz für ihre Vorstellungen von Liebe sind ihre Wünsche an Dich:

  • Um was bittet Deine Partnerin Dich häufig?

Damit zeigt sie Dir was sie braucht, um sich von Dir geliebt zu fühlen. Fragt Sie Dich um Hilfe? Darum, dass Du mit ihr gemeinsam etwas unternimmst? Dass Du sie in den Arm nimmst? Ob Du ihr etwas Schönes vom Einkaufen mitbringst? Oder möchte sie am ehesten gelobt werden? Beobachte sie in der kommenden Woche einmal und finde ihre Mundart der 5 Sprachen der Liebe heraus.

Du kannst auch über die umgekehrte Beobachtung darauf kommen, was Deine Partnerin als Liebesbeweis ansieht:

  • Wann war Deine Partnerin besonders enttäuscht oder sogar gekränkt, wenn sie von Dir etwas nicht bekommen hat?
  • Was genau hat ihr dann gefehlt, um sich von Dir geliebt zu fühlen?
  • Was hat sie eventuell dazu gesagt, was ihr gefehlt hat?

Oftmals hat das etwas mit Erlebnissen oder Entbehrungen aus der Kindheit zu tun: Hat Deine Partnerin Dir erzählt, wie gerne sie an ihre Mutter gekuschelt Geschichten vorgelesen bekam? Dann bedeuten ihr vermutlich auch als erwachsene Frau Zweisamkeit und Zärtlichkeit sehr viel. Oder sie war traurig, wenn die Schwester gelobt wurde und sie nicht? Dann ist es gut möglich, dass sie sich geliebt fühlt, wenn Du ihr Deine Anerkennung zeigst. Deine Aufgabe  lautet also: Deiner Partnerin besser zuhören.

Deine Liebe zeigen: So versteht Deine Partnerin Dich (noch) besser

Wie wäre es für Dich, festzustellen, dass Du mit Deinen Liebesbekundungen genau den Nerv Deiner Partnerin triffst? Traumhaft, oder? Spiel den Liebeskommissar:

  • Was braucht Deine Partnerin, um glücklich zu sein?
  • Was genau meint sie, wenn sie von Liebe spricht?
  • Welche Erfahrungen verbindet sie mit Liebe?

Finde es heraus, dann vermeidest Du Missverständnisse. Statt ihr eine Nussmischung mitzubringen und ihre Gleichgültigkeit darüber zu spüren, streichelst Du ihr beim Heimkommen lieber ganz bewusst zärtlich über den Rücken (wenn sie nicht Geschenke bevorzugt, sondern sich immer dann geliebt fühlt, wenn Du zärtlich zu ihr bist).

Liebe zeigen ist eine Frage der Gewohnheit

Für alle 5 Sprachen der Liebe gilt: Auch wenn sie nicht Deine Sprache sind und es Dir schwer fällt, in dieser Form auf Deine Partnerin einzugehen: Gewöhne Dir diese (Fremd-)Sprache an. Das kann sich anfühlen wie Englisch in der Schule oder Spanisch im Urlaub, vielleicht sogar wie Suaheli – holperig bis sprachlos. Am Anfang ist das normal. Wenn Deine Sprache, und sei sie noch so sehr mühsam anzuwenden, “den Liebestank Deines Partners auffüllt”, wie Chapman das nennt, dann ist es nützlich, sich zu überwinden und zu lernen. Letztendlich hast Du ja auch etwas davon …

Eine kleine Übung für Dich

  • Überlege umkehrt auch einmal, wann Du Dich von Deiner Partnerin besonders geliebt fühlst. In welcher Sprache spricht sie dann mit Dir?
  • Erzähle ihr, wie sie Dir am besten ihre Gefühle zeigen kann. Denn: Du kannst nur dann gut zu Deiner Partnerin sein, wenn es auch Dir gut mit ihr geht.

Hast Du Interesse an weiteren Informationen zum Thema „5 Sprachen der Liebe“? Dies sind unsere Buchempfehlungen:

Gary Chapman: Die 5 Sprachen der Liebe. Wie Kommunikation in der Ehe gelingt.*

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Gary Chapman: Die 5 Sprachen der Liebe für Wenig-Leser.
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Seid gut zu Euch!

Herzliche Grüße

Unterschrift Maren

Maren Sörensen von Raumfüreuch - Paartherapie Online

Maren Sörensen
Diplom-Pädagogin und Systemische Therapeutin (SG). Ist in der Nähe von Flensburg verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne und zwei Enkelkinder.

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